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Was die Tierversicherung in Spanien nicht abdeckt

Perro en consulta veterinaria: qué no cubre el seguro de mascotas en España

Die meisten schlechten Erfahrungen mit einer Tierkrankenversicherung entstehen nicht dadurch, dass eine Gesellschaft nicht zahlt, sondern durch eine Erwartung, die nie im Vertrag stand. Zu wissen, was ein Tarif nicht abdeckt, ist ebenso wichtig wie zu wissen, was er abdeckt – und es unterscheidet eine informierte Entscheidung von einer Enttäuschung ein halbes Jahr später.

Kein Versicherer deckt wirklich alles ab. Sinnvoll ist nicht die Suche nach einem, der es täte, sondern zu verstehen, wo die Grenzen liegen, und zu prüfen, ob sie zu Ihrer Situation passen.

1. Alles, was bereits bestand

Das ist der wichtigste Ausschluss und derjenige, der den meisten Ärger verursacht. Jede Erkrankung, Verletzung oder jedes Symptom, das vor Vertragsbeginn vorlag, gilt als Vorerkrankung und bleibt außen vor – unabhängig davon, ob eine förmliche Diagnose gestellt wurde.

Die Erkrankung muss keinen Namen gehabt haben. Hat das Tier bereits gelahmt, war es schon wegen wiederholtem Erbrechen vorgestellt worden oder lag ein auffälliges Blutbild vor, kann der Versicherer dies als relevante Vorgeschichte werten.

Die praktische Schlussfolgerung ist immer dieselbe: abschließen, solange das Tier gesund ist. Die Vorgeschichte genau anzugeben, ist keine Bürokratie, sondern das, was die Gültigkeit des Vertrags schützt.

2. Vorsorge und Routineversorgung

Eine Krankenversicherung ist für das Unvorhergesehene gemacht, nicht für das Planbare. Impfungen, Entwurmung, Routinekontrollen, Kastration ohne medizinische Indikation, prophylaktische Zahnreinigung, Krallenpflege und Fellpflege fallen daher nicht unter den Standardschutz.

Das ist kein Mangel des Produkts, sondern seine Definition. Diese Kosten sind vorhersehbar und gehören ins Budget, ebenso wie das Futter.

Manche Anbieter haben optionale Bausteine für einen Teil der Vorsorge. Bei Petplan erstattet ein Impftarif die vom Tierarzt verordneten Impfungen bis zu 90 € pro Jahr, einschließlich der Impfung gegen Leishmaniose. Das ist eine freiwillige Ergänzung, kein Bestandteil der Krankenversicherung.

3. Wartezeiten

In den ersten Tagen oder Wochen nach Vertragsbeginn sind bestimmte Leistungen noch nicht aktiv. Bei Petplan beträgt die Wartezeit 15 Tage für Unfälle und 30 Tage für Krankheiten.

Was in dieses Zeitfenster fällt, ist nicht abgedeckt, selbst wenn das Tier beim Abschluss gesund war. Das ist kein verstecktes Kleingedrucktes, sondern ein branchenüblicher Mechanismus, der verhindern soll, dass Verträge erst dann geschlossen werden, wenn ein Problem bereits vermutet wird.

4. Ästhetik, Verhalten und Nicht-Medizinisches

Eingriffe aus ästhetischen Gründen sind ausgeschlossen, ebenso das Training, Leistungen außerhalb der tierärztlichen Versorgung sowie Ergänzungsmittel oder Diäten, die nicht für eine abgedeckte Erkrankung verordnet wurden. Verwechseln Sie Training nicht mit Verhaltensstörungen: Diese führt Petplan sehr wohl unter den gedeckten Tierarztkosten.

Ausgeschlossen sind außerdem Verletzungen oder Erkrankungen, die von Ihnen oder einer mit Ihnen lebenden Person absichtlich verursacht wurden, sowie jeder Betrag, der aus einem Verstoß gegen spanisches oder EU-Recht einschließlich der Tierschutzvorschriften folgt, und die Verwendungen, die die Bedingungen ausdrücklich ausnehmen, etwa Arbeitshunde im Sicherheits- oder Wachdienst und Renn- und Wettkampfhunde.

5. Grenzen, die keine Ausschlüsse sind, aber so wirken

Drei Zahlen bestimmen, wie viel Sie tatsächlich zurückbekommen, und sie verdienen mehr Aufmerksamkeit als der Preis.

Der Erstattungssatz gibt an, welcher Anteil der abgedeckten Kosten zurückfließt. Die Jahreshöchstgrenze begrenzt die im Versicherungsjahr verfügbare Summe. Und die Selbstbeteiligung ist der Teil, den Sie tragen. Bei Petplan kann die Erstattung 100 % der abgedeckten Kosten erreichen, die Jahreshöchstgrenze liegt bei bis zu 3.100 € und die Selbstbeteiligung beträgt 45 € pro Erkrankung statt pro Besuch.

Diese letzte Unterscheidung wiegt schwer. Eine Selbstbeteiligung pro Besuch vervielfacht sich bei jeder Erkrankung mit Nachkontrollen; eine je Erkrankung wird für diesen Fall nur einmal fällig.

Die Bedingungen in zehn Minuten lesen

Suchen Sie vier Abschnitte und lesen Sie sie vollständig: Begriffsbestimmungen, Ausschlüsse, Wartezeiten und Höchstgrenzen. Damit haben Sie 90 % des Nötigen.

Prüfen Sie anschließend drei konkrete Punkte: welche Unterlagen für eine Erstattung verlangt werden, innerhalb welcher Frist ein Schaden zu melden ist und ob Sie die Praxis frei wählen können. Ein Erstattungsmodell, bei dem Sie die Praxis wählen, zahlen und danach einreichen, lässt Ihnen diese Freiheit.

Bleibt etwas unklar, fragen Sie vor der Unterschrift schriftlich nach. Eine gespeicherte Antwort ist weit mehr wert als die Erinnerung an ein Telefonat.

Ein guter Tarif ist nicht der, der alles zu decken verspricht, sondern der, dessen Grenzen Sie vorher kennen. Wenn Sie genau wissen, woran Sie sind, hört der Vertrag auf, eine Quelle von Zweifeln zu sein, und wird wieder das, was er sein soll: ein Rückhalt, der Entscheidungen im Sinne des Tieres erlaubt.

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